Cyberresilienz, 6G und KI: Neue staatliche Förderprogramme für die digitale Zukunft

Die Digitalisierung schreitet rasant voran, und mit ihr steigen die Anforderungen an IT-Sicherheit, zukunftsfähige Netze und künstliche Intelligenz. Aktuelle Förderbekanntmachungen des Bundesministeriums für Bildung, Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) bieten Unternehmen, Forschenden und Start-ups jetzt attraktive Rahmenbedingungen, um bahnbrechende Innovationen im Bereich der Cybersicherheit und Schlüsseltechnologien voranzutreiben. Das Forschungsrahmenprogramm „Digital. Sicher. Souverän.“ stellt dabei die Weichen für eine resilientere digitale Gesellschaft.

Schwerpunkte bei Cybersicherheit, 6G-Infrastruktur und IT-Resilienz

Im Zentrum der neuen Förderaufrufe steht die Stärkung der Cyberresilienz. Die Richtlinie „Sicher in die digitale Zukunft – Cyberresiliente Gesellschaft durch sichere menschenzentrierte IT-Systeme“ fördert gezielt Projekte, die den Menschen in den Mittelpunkt robuster Sicherheitsarchitekturen stellen. Ergänzend dazu zielt die Maßnahme „Souveräne Innovationsökosysteme für Cybersicherheit und Kommunikationstechnologien“ darauf ab, technologische Unabhängigkeit zu sichern. Auch der nächste Mobilfunkstandard wirft seine Schatten voraus: Über die Förderrichtlinie „6G-Feldtests“ werden Projekte unterstützt, welche die Brücke von der Infrastruktur bis zum Endgerät schlagen und die Kommerzialisierung von 6G beschleunigen. Um Gründende und KMU bei der Antragsstellung optimal zu begleiten, bietet das Nationale Koordinierungszentrum für Cybersicherheit (NKCS) passende Informationsveranstaltungen und Webinare zum Digital Europe Programme an.

Internationale Kooperationen und datensichere Gesundheitsforschung

Neben der nationalen IT-Sicherheit fördert der Bund gezielt die internationale Zusammenarbeit im Hightech-Sektor. Im Rahmen von strategischen 2+2-Projekten kooperieren deutsche Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft eng mit Partnern aus der Republik Korea, um Innovationen in den Bereichen Halbleiter und KI-basierte Assistenzrobotik zu entwickeln. Ein weiterer wichtiger Baustein der aktuellen Förderlandschaft betrifft den Schutz sensibler Daten in der Wissenschaft: Neue Pilotprojekte zur Erprobung sicherer Verarbeitungsumgebungen (Secure Processing Environments) sollen gewährleisten, dass medizinische Daten in der Gesundheitsforschung hochgradig geschützt und dennoch effizient analysiert werden können. Interessierte Organisationen sollten die Bewerbungsfristen im Herbst im Blick behalten, um sich frühzeitig finanzielle Unterstützung für ihre Forschungsvorhaben zu sichern.

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