Der aktuelle KfW Entrepreneurship Monitor 2026 zeigt eine deutliche Dynamik im deutschen Gründungsgeschehen. Nach einem spürbaren Anstieg der Gründerzahlen im Jahr 2025 setzt sich vor allem ein Trend durch: Immer mehr Menschen wählen den Weg in die Selbstständigkeit im Nebenerwerb, während die Gründerszene insgesamt jünger und digitaler wird.
Die neue Gründergeneration: Jung, digital und oft im Nebenerwerb
Das Phänomen der sogenannten Hybridselbstständigkeit bleibt auf einem historisch hohen Niveau. Viele Gründer behalten ihre angestellte Tätigkeit bei und bauen parallel ihr eigenes Unternehmen auf. Gleichzeitig sinkt das Durchschnittsalter der Gründer kontinuierlich, wobei besonders Studierende die Chance nutzen, noch während des Studiums den Grundstein für ihr Start-up zu legen. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist der anhaltende Trend zu rein digitalen Geschäftsmodellen und Angeboten, die den Einstieg mit überschaubarem Risiko ermöglichen.
Bürokratie als Hürde: Herausforderungen für das Gründungsjahr 2026
Trotz des positiven Gründungsgeists sehen sich viele Gründerinnen und Gründer mit erheblichen Belastungen konfrontiert. Insbesondere die Erfüllung gesetzlicher und regulatorischer Vorgaben nimmt wöchentlich viele wertvolle Stunden in Anspruch, die für das eigentliche Kerngeschäft fehlen. Für das Jahr 2026 prognostiziert KfW Research ein Stabilisieren der Gründungsaktivitäten auf dem Niveau des Vorjahres – mit moderatem Wachstumspotenzial, aber auch anhaltenden Risiken durch bürokratische Hemmnisse.



